Link zur Startseite

Gefährdungspotentialkarten Rutschungen

WAS IST DAS?

In der Vergangenheit sind in der Steiermark zahlreiche Rutschungen, Steinschläge und Felsstürze aufgetreten, die beträchtliche Schäden an Häusern, Infrastruktur sowie land- und forstwirtschaftlichen Flächen verursacht haben. Mit dem Auftreten solcher Prozesse ist auch in der Zukunft zu rechnen.

Um diese Gefährdungen zu identifizieren stehen flächendeckend für die Steiermark Gefahrenhinweiskarten im Maßstab 1:25.000 für tiefgründige Rutschungen, für flachgründige Rutschungen sowie für Sturzprozesse zur Verfügung. 

Für die Computermodellierung der Anfälligkeit für Rutschungen wurde eine statistische Methode angewendet, welche die Rutschungsereignisse aus der Vergangenheit, die geologischen Verhältnisse, die geomorphologische Situation und die Landnutzung berücksichtigt. In den Karten wird nur das mögliche Auslösegebiet von Rutschungen, nicht aber deren Reichweite dargestellt.

WAS IST WICHTIG ZU WISSEN?

Die Hinweiskarten sind in vier Gefährdungsklassen mit entsprechendem Handlungsbedarf (z.B. vor Widmungs- oder Baumaßnahmen) unterteilt:

  • keine oder Restgefährdung - nur bei augenscheinlichen Hinweisen Vorbegutachtung
  • geringe Gefährdung - Vorbegutachtung durch Geologen empfohlen
  • mittlere Gefährdung - genaue Erkundung (geologisches Gutachten) empfohlen
  • erhebliche Gefährdung - genaue Erkundung (geologisches Gutachten) unverzichtbar

Für welche Zwecke ist die Gefahrenhinweiskarte geeignet:

  • flächendeckende Erfassung potenziell gefährdeter Gebiete
  • Planungsgrundlage im Maßstab 1:25.000
  • grundsätzliche Vorinformation für Gemeinden und Raumplaner
  • relative Abschätzung der Wahrscheinlichkeit von Rutschungen
  • Planungsgrundlage für Detailuntersuchungen in potenziell gefährdeten Bereichen

Für welche Zwecke ist die Gefahrenhinweiskarte NICHT geeignet:

  • keine exakte zeitliche und räumliche Prognose des Auftretens von Rutschungen
  • keine katasterscharfe Abgrenzung von gefährdeten bzw. nicht gefährdeten Flächen
  • keine Grundlage für Prämienbemessung von Versicherungen
  • kein Ersatz für geologische Gutachten und Detailuntersuchungen

WO KANN ICH SIE EINSEHEN?